GHOST TOWN – eine Motorradfahrt durch Tschernobyl

26. April 2012 // Fotografie
9 Kommentare
GHOST TOWN - eine Motorradfahrt durch Tschernobyl

Am heutigen Tag jährt sich die Katastrophe von Tschernobyl zum 26. Mal. Unweit der Stadt Prypjat kam es in Block 4 des Kernkraftwerks bei der Simulation eines vollständigen Stromausfalls zu einem unkontrollierten Leistungsanstieg. Dieser führte zur Explosion des Reaktors. Die Ausmaße und Folgen sind bekannt.
 
Die Ukrainerin Elena ist leidenschaftliche Motorradfahrerin und hin und wieder verschlägt es Sie in das bereits kurz nach der Katastrophe evakuierte und bis heute verweiste Gebiet, bis hin zur Ghost Town. Den Reisebericht der etwas anderen Art könnt Ihr auf der Webseite von Elena nachlesen, es folgt ein Auszug der gespenstischen (aber qualitativ leider lausigen) Aufnahmen.
 

I travel a lot and one of my favorite destinations leads North from Kiev, towards so called Chernobyl “dead zone”, which is 130kms from my home. Why my favorite? Because one can take long rides there on empty roads.
 
The people there all left and nature is blooming. There are beautiful woods and lakes.
 
In places where roads have not been travelled by trucks or army vehicles, they are in the same condition they were 20 years ago – except for an occasional blade of grass that discovered a crack to spring through. Time does not ruin roads, so they may stay this way until they can be opened to normal traffic again…….. a few centuries from now.

 

 
All pictures © Copyright 2012 by Elena the Kiddofspeed.

9 Antworten

  1. n1Ls sagt:

    Wenn ich da schon hinfahren würde (und ich hab da ziemlich Bock drauf, weil ich ein großer Freund solcher Fotos bin), würde ich mir doch erst recht eine ordentliche Kamera mitnehmen.
    Wäre die Strahlung teilweise nicht noch so immens hoch, hätte ich das auch sicherlich schon gemacht…

  2. Robert sagt:

    Also so richtig kann ich die 90er Jahre Qualität der Fotos auch nicht nachvollziehen. Aber die Stimmung dort kommt halt gut rüber. Über nen Trip durch ein paar Ostblockstaaten hab ich ja auch schon mal nachgedacht…

  3. Lars sagt:

    Die lausige Qualität der Fotos kommt wohl da her dass sie schon mehr als sieben Jahre alt sind. Ihre Webseite hat mich schon damals beeindruckt und ich denke mal das sie 2004 oder früher noch keine 10MP Kameras in der Ukraine hatten. Geschweige denn vernünftige Scanner um die Analogfotos zu digitalisieren ;)

    • Robert sagt:

      Unterschätze die Ukraine nicht. :) 2004 gab es auch dort sicher schon mind. 3MP Kompaktkameras. Die Auflösung der Bilder ist gar nicht mal so das Problem, sondern die Artefakte die sich durch ne miese Komprimierung gebildet haben.

  4. Daniel sagt:

    Soweit ich weiß gibt es sogar Reiseangebote/Touren nach Prypjat. So richtig mit buchen, Bustour und Spaziergang!

    Würde mich auch interessieren dort mal eine Fototour zu unternehmen.

    • Robert sagt:

      Das wäre auf jeden Fall ein sicher aufregendes Abenteuer. Ich frag mal kurz in Japan nach den Strahlenschutzanzügen der neuesten Generation.

      • Daniel sagt:

        :-) Ich glaube für ein paar Stunden ist das kein Problem. Die Stadt hat um die 1 Millionen Touristen im Jahr und ich denke der Staat würde das dicht machen wenn es zu gefährlich wäre!

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